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Die Haut als wunder Punkt

Wussten Sie´s? Unsere Haut ist unser größtes Organ. Sie übernimmt täglich viele lebenswichtigen Funktionen, die wir größtenteils nicht einmal bewusst wahrnehmen.

Wie vielfältig ist unsere Haut?

Ein Wunderwerk der Natur

Denkt man an die menschlichen Organe, so ist es meist das Größte unter ihnen, welches man vergisst: Mit 1,5 bis 2 m² ist die Haut unser größtes Organ. Auf unterschiedlichste Art und Weise ausgestaltet, in Form, Dicke und Robustheit variierend, übernimmt sie zahlreiche lebenswichtige Aufgaben.

Neben der Abgrenzung des Körpers gegenüber der Außenwelt und dem Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern, schädlichen Substanzen und Mikroorganismen dient sie vor allem auch der Kontrolle des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie der Temperaturregulation. Nicht zuletzt ist die Haut auch ein unerlässliches Medium für verschiedene Formen der Sinneswahrnehmung sowie der nonverbalen Kommunikation.

Eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten

Ebenso groß und vielfältig wie die Funktionen der Haut ist auch die Bandbreite an möglichen Verletzungen und Fehlfunktionen dieses Organs.

Sind die Funktionsfähigkeit und Integrität der Haut gestört, so spricht man von einer Wunde. Deren Ursachen können vielfältig sein.

Neben äußeren Umständen, wie Verletzungen durch Verbrennung oder mechanische Einwirkungen, können ebenso gut auch interne (endogene), also im menschlichen Organismus oder in der Haut selbst lokalisierte Faktoren ursächlich sein.

  

Aus den verschiedenen Ursachen und Formen von Hautwunden und Verletzungen ergibt sich auch eine nahezu unüber­schaubare Vielfalt an Wundtherapien, Verbandsmaterialien und Arzneien, die möglichst passend zum jeweiligen Wundtyp und Wundstatus ausgewählt werden sollten. Denn was der einen Wunde gut tut und sie in der Heilung fördert, kann bei einer anderen Wunde kontraindiziert sein.

Dies hat mit den unterschiedlichen Entstehungsmechanismen der einzelnen Wundformen und mit den Unterschieden bezüglich der Beschaffenheit einer Hautwunde, also ob sie beispielsweise entzündet oder trocken ist, zu tun.

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Die Behandlung und Pflege von chronischen Wunden verursacht in Deutschland jährlich Kosten in Milliardenhöhe. Risikofaktoren für die Entstehung solcher Wunden sind Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen und Rauchen. Aber auch eine verringerte Mobilität und vor allem ein hohes Lebensalter vergrößern die Gefahr einer solchen Erkrankung. Jenseits des 80. Lebensjahres leiden etwa 5% der Deutschen an chronischen Hautgeschwüren, welche häufig mit einer starken Einschränkung der Lebensqualität und einer Senkung der verbleibenden Lebenserwartung einhergehen.

Nicht jede Wunde ist einfach zu versorgen

Während man alltägliche Wunden wie kleinere Schnittverletzungen oder Schürfwunden meist problemlos mit einfachen Materialien wie Pflastern (Wundschnellverband) selbst ausreichend versorgen kann, gibt es jedoch ebenso Wundformen, die auch heute noch für die moderne Medizin eine große Herausforderung darstellen.

Großflächige Verbrennungen, chronische Wunden wie Druckgeschwüre (Dekubiti) oder Geschwüre (Ulzera), z.B. in Form eines offenen Beines (Ulcus cruris), erfordern nicht selten eine langwierige und intensive Therapie.

Gerade aus diesem Grund gilt auch beim Thema Hautwunden: Prophylaxe ist jeder Therapie vorzuziehen.

Einem Teil der Hautverletzungen, von welchen vor allem ältere Menschen betroffen sind, lässt sich durch Hautpflege, einen guten Gesamtstatus des Körpers und Wissen um mögliche Risiken gut entgegenwirken.


 
 

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