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Dekubitus

Wenn das Körpergewicht und die Lagerung des Patienten zur schmerzhaften Last werden. Richtiges Liegen und Lagern kann das Entstehen eines Dekubitus verhindern.

Dekubitus

Auftreten

Beim Druckgeschwür handelt es sich um eine Wunde, welche häufig bei immobilen Patienten in Krankenhäusern oder anderweitig Pflegebedürftigen auftritt. Hauptursache und Risiko ist somit eine lang andauernde Belastung einzelner Körperstellen durch unzureichende Lagerung des Patienten. Der durch das eigene Körpergewicht kontinuierlich ausgeübte Druck auf exponierte Regionen des Körpers führt zu einer Minderdurchblutung und somit letztlich zu einer Gewebeschädigung, welche mitunter weit über die zu beobachtende oberflächliche Hautläsion hinausgeht.

Druckgeschwüre (Dekubiti) lassen sich je nach Ausprägung, Größe und Zustand in verschiedene Stadien unterteilen. Von einer anfänglichen andauernden Rötung der Haut ausgehend ist vor allem die Zeit, über welche die Druckbelastung andauert, entscheidend für das Fortschreiten des Defekts.

Neben den Hauptursachen Immobilität und Fehllagerung erhöhen auch andere Faktoren das Dekubitus-Risiko.

Dekubitus-Risikofaktoren

  • sowohl Übergewicht als auch Mangelernährung
  • Gefäßerkrankungen und andere Grunderkrankungen (Tumorleiden, Diabetes mellitus) akuter und chronischer Art
  • sensorische Beeinträchtigungen durch Nervenschädigungen oder ein getrübtes Bewusstsein
  • gefäßwirksame Medikamente
  • Hautfeuchtigkeit durch Inkontinenz oder Schwitzen
  • hohes Lebensalter
Besonders gefährdet für die Entstehung eines Druckgeschwürs sind Körperstellen, an denen wenig Muskulatur zwischen Haut und Knochen liegt. Insbesondere im Bereich des Steißes, der Fersen und der Außenseite der Hüfte ist die Gefahr, bei Bettlägerigkeit einen Dekubitus zu entwickeln, groß.

Es muss gar nicht erst so weit kommen

Letztlich lassen sich, abgesehen vom Lebensalter und schwerwiegenden Grunderkrankungen, alle anderen Umstände beeinflussen. Unerlässlich ist jedoch die richtige Lagerung immobiler Menschen.

Druckentlastung der gefährdeten Körperareale kann durch verschiedene Lagerungstechniken erreicht werden, welche entweder auf eine gesamte Weichlagerung oder eine partielle Totalentlastung betroffener Bereiche abzielen. Gerade prophylaktisch ist eine regelmäßige Umlagerung zwecks Entlastung unerlässlich, wobei sich die Form und die Intervalle der Lagerungsveränderung nach dem Zustand des Patienten richten und von geschulten Kräften durchgeführt werden sollten.

Dekubiti sind theoretisch vermeidbare chronische Wunden, die dennoch, da nicht immer alle Risikofaktoren ausgeschaltet werden können, in der Praxis leider immer noch auftreten.

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