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Ulcus cruris venosum

Venenleiden und enorm hoher Druck in unteren Extremitäten. Ein Ulcus cruris venosum, auch bekannt als "Offenes Bein", ist das häufigste Geschwür mit chronischem Verlauf.

Ulcus cruris venosum

Auftreten

Die häufigste Form von chronischen Geschwüren an den unteren Extremitäten ist das Ulcus cruris venosum, ein Unterschenkelgeschwür mit weitreichendem Substanzdefekt der Haut. Die Ursache für diese Art von Wunde ist venöser Natur.
 
Risikofaktoren wie tiefe Beinvenenthrombosen, Krampfadern (Varizen), Übergewicht, Bewegungsmangel (langes Sitzen/Stehen), Venenentzündungen, aber auch familiäre Disposition tragen zur Entstehung des venösen Geschwürs bei.

Vor dem Auftreten der eigentlichen Wunde machen sich die venösen Probleme häufig schon durch Symptome wie Wadenkrämpfe, Schmerzen, Schwellungen, Wassereinlagerungen, Juckreiz oder Ausschlag bemerkbar.

Eine erfolgreiche Therapie ist möglich

Durch die venöse Insuffizienz ist ein ausreichender Abfluss des sauerstoffarmen Blutes zurück zu Herz und Lunge nicht mehr gewährleistet.

Es gilt daher, die Gefäße der betroffenen Extremität durch passende Lagerung oder Kompressionstherapie (Kompressionsstrümpfe oder -verband) physikalisch zu unterstützen und so den Abfluss des Blutes zu erleichtern.

  

Neben der symptomatischen Therapie und der Wundversorgung ist eine Beseitigung der kausalen venösen Insuffizienz unerlässlich. Dies kann neben bereits genanntem zudem durch Mobilisation (Gehtraining) und Lymphdrainage, aber auch gefäßchirurgische Eingriffe geschehen.

Unerlässlich für eine erfolgreiche Behandlung ist jedoch eine aktive Mitarbeit des Patienten, um Risikofaktoren wie Nikotinabusus oder Fehlernährung auszuschalten.

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